Ich geh mit meiner bedürftigen Laterne

Warum erst jetzt eine Mail, Dasa?

Ich hab eine super Ausrede: Ich hab mir am 8. Januar den Knöchel gebrochen. Damit war ich eine Weile ausgebremst, ich habe weniger gearbeitet und im Dienste der Heilung viel geruht und geschlafen. Dadurch sind Sachen liegen geblieben und mir im Sommer auf die Füße (!) gefallen, in Form eines übervollen Kalenders, der auch im Herbst nicht leerer werden wollte. Aber das ist nicht der Grund, warum ich erst jetzt schreibe. Der liegt ein paar Etagen tiefer, in dem, was der Knöchelbruch mit mir gemacht hat.
Jetzt, im Nachhinein betrachtet war das eine gute Sache – abgesehen von dem überaus hässlichen Plastikfuß, den man heutzutage statt eines Gipses bekommt.

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2025 hab ich mich (mal wieder) neu kennen gelernt

Plötzlich war ich angewiesen auf andere (auf einem Bein meine Treppen runter zu hüpfen, hab ich weiserweise gelassen), plötzlich konnte ich nicht mehr alles mal eben schnell selbst machen und was ich machte, dauerte dreimal so lange (noch heute denke ich beim Betten machen daran, wie umständlich es war, dies einbeinig und bekrückt zu tun). Und auch wenn ich viel Unterstützung bekommen habe, es gab auch viel Frust und Ärger – über mich, über andere. So bin ich auf einem Bein  durch ein paar Täler gewandert … Diese Erfahrungen mündeten in neue (Selbst)Erkenntnisse und die münden nun, im dunkelgrauen Dezember, in ein gestärktes Selbst, neue Pläne - und immerhin eine Mail an euch.

Was geht? Was bleibt? Was kommt?

Darüber will ich diesmal schreiben. Zum einen, damit ihr mal wieder hört, was bei mir so los ist. Zum anderen, weil ich hoffe, dass ihr euch durch den einen oder anderen Impuls inspiriert fühlt, eure eigenen Veränderungsthemen anzugehen.

Vielleicht steht ja jemand von euch gerade an einem Punkt, an dem viel gewollt wird, ohne dass die Zeit sich entsprechend ausdehnt (die blöde Kuh). Oder umgekehrt: Man weiß gerade nicht recht, was man mit seiner Lebens- und Berufs-Zeit noch anfangen möchte, aber spürt irgendwie, dass es so nicht weitergehen soll.
Also, ich kann da einen Knöchelbruch sehr empfehlen! Tipp: Nicht gleich mit dem erstbesten Plastikfuß gehen. Es gibt auch weniger hässliche, weiß ich nun. Hübsche gibt es allerdings nicht: Marktlücke!
Und wer sich lieber nichts brechen möchte, findet im Folgenden möglicherweise noch andere Anregungen. Teaser: Zum Beispiel sich einen Hund zulegen.

Wie immer werde ich ein bisschen TA reinmixen, ich kann ja gar nicht anders. Und ein bisschen Tarot. Ach, das mach ich gleich jetzt. 2025 war nach Tarot-Numerologie ein Eremiten-Jahr, und da 2025 zuende geht, fangen wir mal damit an.

Anregung zur Reflexion: Wie könnte das, wofür der Eremit steht (dazu gleich), in diesem Jahr für dich eine Rolle gespielt haben? Und wenn es eine Rolle gespielt hat: Welche Auswirkungen kannst du beobachten? 

Veränderung braucht eine unzuverlässige Laterne

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Ich beginne mit einem wesentlichen Detail: Der Eremit (hier aus dem Rider-Waite-Smith-Deck) hält eine Laterne. Nun stammt diese aus einer Zeit, in der noch echte Kerzen darin steckten und dieses Kerzen-licht, das war ziemlich unbeständig und drohte immer mal wieder auszugehen, wenn man seine Laterne nicht gaaaaanz vorsichtig trug. Und so geht es beim Eremiten auch um Vorsicht, um ein langsam-bedächtiges Voranschreiten im Dunkeln. Unser Unbewusstes liegt im Dunkeln. Da ist was, was wir vielleicht vage spüren, aber nicht – noch nicht – benennen können. Nun, wir Menschen mögen es lieber hell und sicher und was wir (noch) nicht kennen, macht uns Angst. Wenn wir aber immer nur die Sicherheit priorisieren, sagt der Eremit, kommt nix Neues in unser Leben, und da hat er recht.



Denk in Ruhe darüber nach, was du wirklich möchtest, sagt der Eremit, und erwarte nicht, dass es dabei die ganze Zeit hell und schön ist!

Der Archetyp des Eremiten steht für Erkenntnis durch Rückzug. Und so blickt er nach unten. Er schaut nicht, was so geht, er geht nicht auf Parties, er sucht nicht den Austausch mit anderen. Im Gegenteil, in Menschenmengen sucht er das Weite, um Tiefe zu finden. Alles andere würde ihn nur von seinem Innersten ablenken. Nun leben wir alle unser alltägliches Leben und die meisten von uns können nicht einfach mal ein paar Monate mit einer bedürftigen Laterne im Himalaya herumwandern (der Stab auf der Karte bedeutet Wanderschaft). Aber wir können uns dafür entscheiden, dass wir gerade Zeit für uns brauchen und uns diese Zeit nehmen, sei sie noch so klein. Es geht um eine Haltung zu sich selbst, eine Art Wertschätzung, die man sich selbst zuteil werden lässt: Die Erlaubnis, Pause zu machen. Die hab ich durch den Knöchelbruch bekommen. Sonst hätte ich sie mir wahrscheinlich nicht genommen, denn wie so vielen Menschen, fällt es auch mir schwer, nichts zu tun ohne zu wissen, was dabei raus kommt. Es fühlt sich an wie sinnlose Zeit: Es gibt kein Ziel, keine Gewissheit, dass einen diese Wanderung an einen hellen, schönen Ort führt. Der innere Dialog ist dann sowas wie:

Ich leg mich kurz hin. …… Wie bitte? Du musst heute noch X und Y und Z machen!
Nur kurz!!
…… Dann schaffen wir das heute alles nicht. Und dann??
Ganz kurz!!
……Wie du meinst. Dann bleiben die Sachen eben wieder liegen. Selber schuld!

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Der Pause-Schuld-Kreislauf

Wenn wir uns dann trotzdem hinlegen, kommen die Schuldgefühle. Nun aber kosten uns die Produktion und Verwaltung von Schuldgefühlen eine Menge Energie, weshalb wir in Kürze wieder erschöpft sind, weshalb wir eine Pause brauchen, die wir uns dann wieder nicht nehmen usw.

Das macht keinen Sinn, sagt hier der Eremit mit einem Streichholz in der Hand (Feuerzeuge gab es damals noch nicht) und zündet geduldig sein Kerzlein zum 76. Male an. Er weiß, dass er dem Weg vertrauen muss. Er kennt keine Schuldgefühle und kein schlechtes Gewissen; sein Leben hängt nicht davon ab, dass er beständig leisten und Ergebnisse liefern muss (Kapitalismus gab es damals auch noch nicht).

Nun leben wir heute und nicht damals. Dennoch können wir den Eremiten als Einladung nehmen, diesen Kreislauf zu hinterfragen: Wer sagt eigentlich, dass wir keine Pause machen dürfen? Geht es wirklich schneller, wenn wir uns mit To Do’s verrückt machen? Sind wir im Liegen weniger wert? Müssen wir gleich zum nächsten Job, zur nächsten Beziehung? Hier spricht wahrscheinlich das »Eltern-Ich«. So nennen wir in der Transaktionsanalyse (TA) den Teil in uns, aus dem die elterlichen Botschaften kommen, die wir von kleinauf verinnerlicht haben und die auch heute noch wirksam sein können.

Welche Botschaften in Bezug auf Pause machen kannst du in dir hören? 
Das mal aufschreiben bringt Licht ins Dunkel. Hier ein paar Beispiele:
Überprüfe nun diese Anti-Pausen-Botschaften: Was davon ist wahr für dich? Schreib's auf. Und dann trete deinem Eltern-Ich gegenüber und sage zum Beispiel:
  1. Faul? Ich? Das ist deine Angst, mit der du dich antreibst. Hier - ich geb sie dir zurück!
  2. Morgenstund hat Lauch im Mund und Lauch mag ich nicht!
  3. So wird nie was aus mir? Meinst du damit, so werde ich nicht wie du?
  4. Es tut mir leid, dass du nicht mit dem erfolgreich geworden bist, was du wolltest.
  5. Leistung hat dir jedenfalls nicht dabei geholfen, wenn du mich fragst.

Naja, vielleicht nicht ganz so trotzig (bzw. aus dem Kind-Ich), aber das ist erstmal auch okay. Manchmal muss erst die Wut raus, bevor wir unser Erwachsenen-Ich mit Energie besetzen können. Hier ist eine einfache Grafik zum TA-Modell der Ichzustände.

Das wäre mal eine Eremiten-Maßnahme und die zweite folgt sogleich:

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Bastle dir eine Laterne. In aller Ruhe.
Ohne Bastelset. Aus Tonpapier und Transparentpapier. Langsam-bedächtig. Als ob es das Wichtigste von der Welt wäre. Mit echter Kerze natürlich. Und dann mach einen Abendspaziergang damit. Dazu braucht man keinen Himalaya und Feuerzeuge sind erlaubt. Das Tolle: Nächstes Jahr an St. Martin hast du dann schon eine Laterne – wieder Zeit gespart, die man in Pausen ummünzen kann.



»Was soll gehen? Was soll bleiben? Was soll kommen?« sind übrigens gute Fragen, wenn man sich im Hinblick auf das neue Jahr sortieren möchte. Ein langes Gespräch darüber im engsten Kreis, mit oder ohne Rotwein, kann ich guten Gewissens empfehlen – Netflix kommt auch mal ohne euch klar.

Mein Jahr mit dem Eremiten (short version)

In mir hat es ganz schön gearbeitet, während ich liegend auf meinen Plastikfuß starrte und es mir nicht recht gelingen wollte, meine Unzufriedenheit komplett auf ihn zu schieben. Ein paar Wochen später erleuchtete die Laterne endlich eine brauchbare Frage: Wie will ich künftig arbeiten?
Im Zuge dessen wurde mir klar, dass durch die meine Ausbildungen zur transaktionsanalytischen Berater*in Arbeit dazu gekommen ist. Eine Arbeit, die ich liebe – und die Zeit braucht, wie alles, was man liebt und gut machen möchte. Aktuelle TA-Literatur lesen gehört für mich zum Beispiel selbstverständlich zur Vorbereitung auf die TA-Ausbildungswochenenden. Dabei lerne ich immer dazu.

GUCK, WIE GERN DU LERNST!, sagte da der Eremit, und bat verlegen um ein Feuerzeug. Ja, seufzte ich, lernen liebe ich sehr, und gab ihm eins. Am liebsten hätte ich ein zweites Leben, in dem ich ausschließlich Fortbildungen besuche!
Und schon war ich bei einer Monodrama-Ausbildung angemeldet.
Gut, denn: Bestimmt profitieren alle mit denen ich arbeite, von meiner Wissbegier. Blöd, weil: Noch mehr zu tun.
Kurz: Die Frage »Wie will ich künftig arbeiten?« führte zu einer anderen Frage: Wie will ich künftig mit meiner Zeit umgehen?
Bedauerlicherweise hab ich nicht mehr Zeit als andere, deshalb:

Ich habe jetzt einen Strukturhund!

Der will nicht nur spielen, nein, der wacht über meinen Hunger nach Reizen. Er bellt, bevor ich vorfreudig »Ja« zu spannenden Projekten sage oder neue Dinge ersinne, die zwar echt toll sind, aber den Rahmen (Struktur) sprengen. Er bellt, damit ich prüfe, ob das machbar ist. Vielleicht erinnert ihr euch an mein Mailout über die TA-Hunger vom letzten Jahr?

Mit ihm gemeinsam hab ich einen Stundenplan erarbeitet und ihm versprochen, mich an die Zeiten zu halten. Also meistens.
WAU!WAU! – Okay, immer. Fast.
WAU!! – Das klären wir später.
WUFF!

Was geht?

Das »Irgendwie wird das schon gehen« geht.
Diese meine Art, alles spannend zu finden und sofort ins Tun zu kommen, anstatt erstmal zu prüfen, ob es zu mir passt und ich gerade die Ressourcen dafür habe.

Meine alte Organisations-Struktur.
Nach einer Prüfung hab ich festgestellt: Das geht besser! Und das wird jetzt nach und nach umgesetzt. Ist zwar Hintergrundsmusik, wird sich aber positiv auf meine Vordergrundsmusik auswirken, was heißt: Mehr Zeit für Dinge, die ich besser kann und lieber tue.

Was bleibt?

Die Männergruppe bleibt
Einen Ort für Männer zu schaffen, an dem sie sich offen und ehrlich über alles austauschen können, was sie bewegt, scheint mir besonders wichtig. Denn das machen Männer oft viel zu wenig und immer noch gibt es erstaunlich wenig Gruppen-Angebote jenseits von kirchlich organisierten, was ja nicht jedermanns Sache ist, oder anderen Männergruppen – da lass ich mal einen Klienten sprechen: 

»Männergruppen sind entweder so esoterisch mit Klangschalen oder es geht um sixpack-Männlichkeit und brüllend auf glühenden Kohlen laufen. Du bietest was dazwischen, was Normales.«

Hier also ein Aufruf an Männer, die Interesse an einer normalen Männergruppe haben: Meldet euch! Und an alle Frauen, die Männer kennen, denen das ihrer Meinung nach gut tun würde. 
Die Frauengruppe bleibt
Ich war kurz geneigt, sie gehen zu lassen, um Kalender-Platz zu schaffen. Aber nun bin ich froh, dass sie bleibt. Es macht mir so viel Freude und die Damen sind mir ans Herz gewachsen (wie auch die Herren aus der Männergruppe).

Was passiert in diesen Gruppen? Einmal pro Monat Dinge teilen, die einen bewegen, Kurzberatungen, Rollenspiele, Übungen, bissi Transaktionsanalyse u.v.a. Die Inhalte hängen von den Teilnehmerinnen ab. 

In beiden Gruppen sind derzeit zwei Plätze frei. Bei Interesse bitte einen Termin für ein Erstgespräch buchen und danach in Ruhe überlegen.
Beratung bleibt 
Ein Leben ohne kann ich mir nicht mehr vorstellen. Allerdings gibt es hier eine strukturelle Änderung (s.u. Was kommt?)

Ausbildungen in Transaktionsanalyse bleibt
Dazu gehört der Einführungskurs (TA 101), der wirklich und echt wahr für alle ist, die sich selbst und andere besser verstehen möchten. Darüber hinaus ans Herz legen würd ich ihn gerne allen Eltern, allen Menschen in heilenden und helfenden Berufen, Personalern und Führungskräften. Der nächste Termin ist am 20./21.März und es gibt einen Frühbucherpreis bis 31.12.25.

Die laufende TA Ausbildung zur TA-Berater*in bleibt. Wer Lust darauf hat und bereits Erfahrungen mit TA oder einer anderen humanistischen Beratungsschule gemacht hat, gerne melden, dann schauen wir, ob ein Einstieg 2026 möglich ist.

Tarot-Beratung bleibt
Ein kleiner, feiner Bereich, der sich wachsender Beliebtheit erfreut. Bitte probieren! Alle, wirklich alle, die das gemacht haben waren positiv überrascht, wie hilfreich das war – gerade auch die vormals Skeptischen.
Toll auch für Paare! Ich erinnere mich an ein frisch vermähltes Paar, das war schön, wie sie danach erhellt übereinander waren und irgendwie noch verbundener schienen als zuvor. Sie haben die Sitzung mit vielen Gesprächsthemen verlassen …

Liebe ist Dialog, sagte eine Philosophin, deren Name mir jetzt leider nicht einfällt. Das ist meine Lieblingsdefinition von Liebe und … WAU! Ja, okay, ich sollte jetzt kein neues Thema anfangen WAU! WAU!! Ich wollte aber nur noch ganz kurz erwähnt haben, dass Tarotberatung ein Dialog ist, der Dialog fördert. Also Tarot ist gewissermassen Liebe … WUFF!!!!!

Schatzsuche 1:1 bleibt
Leider, auch 2026 wird es keinen Schatzsuche-Workshop geben, den hat mein Köter weggebellt (ob die im Tierheim Strukturhunde nehmen?).
Meine Schatzsuche wird übrigens übernächstes Jahr 20! Ach, wär das schön – eine Jubiläumsschatzsuche in Italien … WUFF WUFF!!
Bis es soweit ist bleibt für alle Sinn- und Perspektive-Suchenden die Schatzsuche im Einzelsetting und die ist auch sehr schön, und online geht's übrigens auch prima.
Da fällt mir ein, dass es 2028 dasacoaching seit 25 Jahren gibt. Das müsste man ja schon feiern … Kennt jemand von euch eine tolle Location?

Was kommt?

Ein Stundenplan.
Erarbeitet in enger Zusammenarbeit mit einem Hund. 
Neu ist, dass meine Sitzungen jetzt in der Regel 1,25 Std. dauern, damit ich an einem Tag mehr schaffe bzw. an manchen Tagen Luft habe, um z.B. kreativ in die Luft zu gucken oder ein TA-Wochenende vorzubereiten.
Allerdings: Wenn es Sinn macht, dauert die Sitzung länger – da kann der Köter bellen wie er will! Bei Paaren bleibt es bei 1,5 Std. (bzw 1,75 für die erste Sitzung) und die Schatzsuche geht sowieso 2 bis 2,5 Std.
Diese Zeiten sind jetzt online buchbar. Die Erstgespräche sind anders getaktet, das ergibt sich dann bei der Buchung. Bitte nutzt die Online Buchung, wenn wir könnt. Damit verschafft ihr mir Luft für Luft. Ich schalte jede Woche neue Termine frei.

Noch ein Wort zu Textnachrichten, nein, zwei: Bitte keine!
Das sind einfach zu viel Kanäle, die ich da im Blick haben muss, und dann bellt der Hund die ganze Zeit, weil ihn Ineffizienz so aufregt … Danke für euer Verständnis!

Wenn ihr online nichts findet oder eine längere (Paar)Sitzung buchen möchtet, ruft mich mobil an (Festnetz ist in Rente): 0171 5272099. Falls ihr mich nicht erreicht, sprecht mir bitte aufs Band. Ich rufe schnellstmöglich zurück, versprochen! 

Veränderung ohne Hund

Für alle, die etwas verändern möchten, ohne sich einen Hund zuzulegen, habe ich noch eine Alternative. Eine Transaktionsanalytikerin namens Adrienne Lee, die ich zu meiner großen Freude dieses Jahr beim internationalen TA-Kongress in Montpellier endlich in echt gesehen habe (s. Foto), sagte mal:

The Secret of Life is to ask in each encounter and experience 'Is it enlivening or deadening?

Das Geheimnis des Lebens besteht darin, sich bei jeder Begegnung und Erfahrung zu fragen: Belebt es mich oder lähmt es mich?
 
Diese Frage sollte man sich bei jeder Entscheidung stellen, finde ich, und dass »deadening« den Punkt mehr trifft als das deutsche »lähmend« (habt ihr eine bessere Übersetzung?). Man könnte sagen: Wenn wir nicht leben, sind wir auf eine Weise unlebendig - also tot. 
Wenn euer persönlicher Eremit da so was Lähmendes in euerem Leben erspürt hat, dann geht doch noch ein Stückchen mit ihm und dieser Erkenntnis. Es braucht erstmal nur den Schein einer (selbstgebastelten) Laterne, die sowas erleuchtet wie:

Ich bin unglücklich in meinem Job.
Ich bleibe unter meinen Möglichkeiten.
Ich fühle mich einsam, ich sehne mich nach einem Partner.
Mein Job ödet mich an.
Ich will mehr Sex, anderen Sex.
Ich will unter diesen Umständen nicht mehr mit X zusammen sein. 
Ich will Weihnachten anders feiern.

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Was schreibst du da hin?

Oft lebt es noch, das, was man kurz davor ist zu Grabe tragen.   

Aber es lebt nur, wenn ihr entscheidet, es zu beleben.
Und das ist mein letzter Impuls: 

Wie könntet ihr das beleben, was euch lähmt, euch starr fühlen lässt?
Was könntet ihr sofort dafür tun? 

Es ist so einfach, es auf das Außen zu schieben, auf andere, auf die Umstände. Es ist weitaus schwieriger bei sich anzufangen, aber das hat der Eremit ja gleich gesagt: Denk darüber nach, was du möchtest, und erwarte nicht, dass es dabei die ganze Zeit hell und schön ist. Wenn wir das tun, wenn wir Verantwortung für unsere Bedürfnisse übernehmen, dann kann es hell und schön werden. Ist einfacher gesagt als getan, ich weiß das aus eigener Erfahrung. Trotzdem versuchen bitte.

Kommen nächstes Jahr mehr Mails?

Ich hoffe es! Möge die Anschaffung des Hundes mir unter anderem auch Raum für die Muße schaffen, die ich dafür brauche. Hm, vielleicht sollte der Hund mal einen Namen bekommen … Habt ihr eine Idee? Wenn ich den Namen super finde, schenke ich dem Erfinder eine Tarot-Beratung!

Nun liegt er im Körbchen, der Hund, und bald liegen wir alle für ein kleines Weilchen in unseren Weihnachtskörbchen und dösen mit vollem Bauch einem neuen Jahr entgegen. Darauf freu ich mich schon.

Habt es kuschelig-lebendig im Dunkeln! 
Wir sehen uns nächsten November beim Laternenumzug (ich bin die mit der bedürftigen Laterne).

Herzlich,
Dasa

P.S. Ich mach Pause ab 19. Dezember bis 12. Januar 2026.
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Sonderpreis für Tarotberatung bis 24.12.

Das Datum ist übrigens überaus unzufällig! Ich dachte mir, das könnte ja auch ein schönes Weihnachtsgeschenk sein … Sachen haben Menschen ja meistens schon genug.
Wer bis zum 24.12.25 bucht, zahlt 51 Euro weniger. Den Termin könnt auch noch im neuen Jahr wahrnehmen.

Hach, ich verspüre da gerade so einen Hunger auf Workshops für Berater*innen, die ihre Praxis mit dem Tarot ergänzen möchten … Aber mein Strukturwauwau bellt. Ich fürchte, das muss ich auf 2027 legen. Mist. 

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20./21. März 2026
Ich erkläre grundlegende TA-Modelle und wir machen viele Übungen dazu.
Zeiten: Fr 14-19, Sa 9-19
Kosten: Frühbucherpreis bis 31.12.25 € 300
, danach € 340 / Geringverdiener und Studierende € 175 / 
Buchen: Homepage

 

Ich arbeite seit über 20 Jahren mit dem Tarot und liebe es! Hier habe ich kurz zusammengefasst, warum ich finde, dass Tarot so gut zu Beratung passt.
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Geht ganz einfach!
Die Erstgespräche mache ich in der Regel via Zoom, auf Wunsch aber auch in echt. Auch die dort gebuchten Beratungen können wir persönlich machen, bitte schreibt mir dann eine Email, damit ich Bescheid weiß.
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